Günther Domenig DAS STEINHAUS
Werkstatt 
für Architektur, Kunst & Kultur

 

 

Mit der Realisierung eines Stegs (1982) an einem schmalen Ufergrundstück in Steindorf am Ossiacher See in Kärnten begann vor mehr als einem Vierteljahrhundert die Errichtung eines Manifests.

Mit der präzisen Sprache der Architektur artikuliert Günther Domenig dort seither Botschaften, die in den Metropolen der Welt verbreitet und fortwährend zitiert werden.  Die Landschaftsformen und ihre Charakteristika haben den Architekten geprägt.

Zwei Motive bilden die Entwurfsgrundlagen des Projekts „Steinhaus“:

1. die Landschaft, Gebirgs- und Felsformationen, der Übergang vom Fels auf Bewuchszonen und Erosionserscheinungen

2. die regionale Architektur, archetypische Architekturformen sowie die zerfallende Architektur aus der ländlichen Gegend.

Davon zeugen die zerklüfteten Polyeder aus Stahl, Glas und Beton („Schwebesteine“), spektakuläre Wegeführungen (Tiefer und Hoher Weg) sowie kristalline – erst nach umfassender Betrachtung begreifbare – geometrische Raumgefüge. Aus dem Boden wachsen „Hügel“, aus denen wiederum „ Felsen“ brechen. Diese sind durch eine Schlucht  getrennt. Die Felsen sind durchdrungen von Räumen und Wegen, die bis unter den Grundwasserspiegel reichen.

Das Steinhaus genießt seit Jahrzehnten internationale  Beachtung und wurde weltweit vielfach publiziert – gilt es doch als bedeutendes Schlüsselwerk der dekonstruktivistischen Architektur.

Im Steinhaus sind Günther Domenigs Vorstellungen von Formensprache, Technik und Typologie vereint – es ist somit eine gebaute Architektenbiographie.